Die Notaufnahmegruppe versteht sich als zeitlich begrenzte Betreuungsform, die eine stationäre Interventionsmöglichkeit bei akuten Krisen von Jugendlichen und deren Familien bietet. Durch die Unterbringung der Jugendlichen in dieser Gruppe soll der Familie kurz- oder mittelfristig Entlastung angeboten werden bei gleichzeitiger und gemeinsamer Suche nach Lösungen bzw. Wegen aus der Krise heraus.
Durch die selbständige Arbeit eines kleinen interdisziplinären Teams von sechs Mitarbeiter/innen (Sozialpädagoginnen, Heilpädagoge, Psychologin) ergibt sich eine optimale Koordination von Krisenintervention, Diagnostik und Lösungssuche zusammen mit dem/der die Gesamtverantwortung tragenden zuständigen Jugendamtsmitarbeiter/ in. Eine enge – in langjähriger Zusammenarbeit gewachsene – Einbindung in das Netz der psychosozialen Versorgung in Heidelberg ermöglicht außerdem eine schnelle Aktivierung weiterer Helfer bzw. Institutionen, wenn es derer bedarf (Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik, Kinderschutz-Zentrum, Schulen, Anbieter von ambulanten und stationären Hilfen in und um Heidelberg).
Die Gruppe bietet zehn Plätze für Mädchen bis 18 Jahre. Männliche Jugendliche können nicht aufgenommen werden, Jungen nur bis zur Beginn der Pubertät. Der Gruppe stehen acht Einzelzimmer und ein Doppelzimmer zur Verfügung sowie ein großer Gemeinschafts- und weitere Funktonsräume. Die primäre Versorgung wird zusammen mit einer hauswirtschaftlichen Kraft von der Gruppe selbst sichergestellt.
Wir versuchen, den Jugendlichen, wenn es sinnvoll ist, den Weiterbesuch ihrer Heimatschule zu ermöglichen. Ist dies nicht umsetzbar oder angezeigt, vermitteln wir die Kinder / Jugendlichen an örtliche Schulen oder in die heiminterne Schule als Gastschüler.
Tagessatz siehe Leistungsentgelte